Eine Dokumentation von Simon Groihofer, Elias Martin und Marilen Martin.
Für einige bedeutet Arbeit Überleben, für die anderen ist sie Identität. „Ein Tag Arbeit“ entfaltet sich quer durch Europa durch die Geschichten von zehn Menschen, die alle mit einem zunehmend komplexen Arbeitsumfeld konfrontiert sind. Wir treffen eine armenische Künstlerin, die die Rolle ihres Handwerks hinterfragt, während sich ihr Land im Krieg befindet, eine französische Krankenschwester, die mit den Spannungen zwischen Pflege und Effizienzdruck zu kämpfen hat, und einen amerikanischen Geschäftsmann in Kyjiw, der seine Vorstellung von Ehrgeiz neu definiert. Der Dokumentarfilm gibt keine einfachen Antworten, sondern zwingt uns dazu, innezuhalten und lädt dazu ein, über die Bedeutung von Arbeit nachzudenken.
Eine Doku zum Thema Arbeit zu drehen, das war die ursprüngliche Idee. Arbeit ist alles bestimmend. Sie strukturiert unsere Tage, ist finanzielle Lebensgrundlage und für manche Erfüllung und der tiefere Sinn im Leben. Arbeit verbindet, denn jeder arbeitet. 50-Stunden Bürojobs, unbezahlte Pflege von Angehörigen, Jobben neben dem Studium, eine Ausbildung und das Fragen nach Geld auf der Straße sind alles Formen der Arbeit - je nachdem, wie wir es definieren.
So haben wir verschiedene Menschen in unterschiedlichen Ländern und Berufen getroffen, um einen Einblick in ihr Leben zu bekommen. Es wurde nicht - wie anfangs geplant - eine Doku, die sich umfassend mit dem wissenschaftlichen Verständnis von Arbeit beschäftigt. Stattdessen stellen wir über die Protagonistinnen und Protagonisten verschiedene Verhältnisse zu Arbeit dar.
Im November 2024 ist unser Projekt fertig geworden. Aus einer Idee ist über viele Abzweigungen diese Collage aus Lebensausschnitten entstanden. Wir haben nach Menschen gesucht, die ihre Perspektiven teilen wollen und haben über unterschiedliche Wege unsere Protagonistinnen und Protagonisten kennenlernt - von einem Café in Kyjiw zu einem Gespräch auf der Mariahilfer Straße in Wien. Ihre Erzählungen haben die Doku zu der gemacht, die sie geworden ist.

Elias Martin
Elias Martin beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit der Fotografie. Erste praktische Filmerfahrungen sammelte er durch seine Arbeit am Set. Aufgewachsen in Potsdam, lebte er längere Zeit in London und Marseille. Heute ist er in Wien ansässig.

Simon Groihofer
Simon Groihofer ist Filmemacher, Fotograf und studierter Architekt. Erste Kameraerfahrungen machte er als Kinderschauspieler. Sein Studium führte ihn nach Südkorea und China. Heute ist er in den Bereichen Film und Fotografie tätig und engagiert sich bei Teach For Austria für mehr Chancengerechtigkeit im Bildungsbereich.

Marilen Martin
Marilen Martin ist Journalistin in Frankfurt am Main. Studium und Arbeit haben sie nach China, in die Ukraine, nach Italien, in die USA und nach Russland geführt. Obwohl sie am liebsten schreibt, findet sie auch andere Ausdrucksformen spannend - insbesondere Film.
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